Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

In Deutschland erkranken jährlich rund 12.900 Menschen an Bauspeicheldrüsenkrebs. Meistens erkranken die Betroffenen im höheren Lebensalter. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine äußerst bösartige Krebserkrankung, die häufig erst im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf entdeckt wird und deshalb oft tödlich endet. Die Erkrankung ist somit für etwa 6 % aller Krebstodesfälle verantwortlich. Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht anfänglich keine oder nur leichte Beschwerden, gelegentlich treten Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust sowie Verdauungsstörungen auf. Die typischen Anzeichen wie Gelbsucht oder Schmerzen im Oberbauch treten meistens erst bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf auf. Größtenteils haben sich zu diesem Zeitpunkt bereits Tochtergeschwülste entwickelt.

Die Bauchspeicheldrüse liegt unterhalb des Zwerchfells im hinteren Teil der Bauchhöhle, quer hinter dem Magen zwischen Milz und Zwölffingerdarm. Sie enthält exokrine Drüsenzellen und endokrines Gewebe. In den exokrinen Drüsenzellen werden die Verdauungssäfte hergestellt und in den Zwölffingerdarm abgesondert. Im endokrinen Gewebe produzieren Zellen Hormone wie z. B. Insulin und Glukagon, die an das Blut abgegeben werden und für die Zuckerverwertung zuständig sind. In beiden Gewebsarten können sich Tumoren entwickeln, wobei das sogenannte endokrine Pankreaskarzinom sehr viel seltener entsteht als das exokrine Pankreaskarzinom.

Es stehen unterschiedliche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Bei frühzeitiger Erkennung ist ein operativer Eingriff die wichtigste Therapie. Sie ist die einzige Behandlung, die eine Chance auf Heilung verspricht. Ist eine Operation nicht möglich, werden eine Chemotherapie und eine Strahlentherapie zur Verlängerung der Lebenserwartung und Linderung der Symptome eingesetzt. Darüber hinaus gibt es noch die zielgerichtete Therapie, bei der ein Tyrosinkinasehemmer eingesetzt wird, der an den Tumorzellen gezielt Andockstellen für bestimmte Wachstumsfaktoren blockiert. Ist der Krankheitsverlauf bereits fortgeschritten, wird eine Palliativtherapie angewandt, bei der ausschließlich tumorbedingte Schmerzen behandelt werden.

sh

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