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Bauchspeicheldrüsenkrebs
Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Bauchspeicheldrüsenkrebs tritt in der Regel erst in einem höheren Lebensalter auf, bei Männern meist nach dem 70. Lebensjahr und bei Frauen ab einem Alter von 76 Jahren. Zu Beginn der Erkrankung treten oftmals noch keine oder nur leichte, eher unspezifische Symptome wie Übelkeit oder Appetitlosigkeit auf. Aus diesem Grund wird Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig erst dann entdeckt, wenn der Verlauf der Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Da eine frühzeitige Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs wichtig ist, verläuft die Erkrankung in vielen Fällen tödlich. Zur Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann es u. a. durch andere Erkrankungen wie z. B. Diabetes oder eine genetische Veranlagung kommen.

Therapie Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bei der Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs spielt die Operation eine große Rolle, da sie in der Regel die einzige Möglichkeit ist, die Erkrankung zu heilen. Die Operation kann allerdings nur durchgeführt werden, wenn die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten ist und sich noch nicht auf umliegende Organe ausgeweitet hat. Eine frühzeitige Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs ist daher entscheidend. Sind bereits anderen Organe betroffen, wird in der Regel eine Chemo- oder Radiochemotherapie, also eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie, durchgeführt. Die sog. zielgerichtete Therapie kommt meist in Kombination mit einer Chemotherapie zum Einsatz, wenn eine Heilung des Patienten nicht mehr möglich ist.

Die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann von verschiedenen Faktoren begünstigt werden. Dazu gehört z. B. erhöhter Alkohol- und Nikotinkonsum. Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen, so sollte man auf fettreiche Lebensmittel möglichst verzichten. Erkrankungen, die zur Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs beitragen können, sind z. B. genetisch bedingter Brust- und Eierstockkrebs, Diabetes oder Magengeschwüre, die mit einer oder mehreren Operationen einhergehen. Die Gene sind ein weiterer Faktor bei der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sind bereits zwei Verwandte ersten Grades betroffen, erhöht sich das Risiko für einen familiären Bauchspeicheldrüsenkrebs. Abhängig davon, wo der Tumor auftritt, unterscheidet man endokrine und exokrine Pankreastumoren.

Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs

Da die Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs möglichst früh beginnen sollte, ist eine frühzeitige Diagnose für die Betroffenen wichtig. In einem ausführlichen Gespräch wird der Arzt den Patienten zunächst zu seinem Lebensstil befragen. Gleichzeitig kann es zu einer Untersuchung von Blut, Urin und Stuhl kommen. Das Blut wird u. a. auf sog. Tumormarker kontrolliert. Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung, der sog. Sonografie, einer Computertomografie oder einer endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikografie, einem Verfahren zur Darstellung der Bauchspeicheldrüsen- und Gallengänge, kann die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Regel erhärtet werden. Weitere Verfahren, die bei der Diagnose zum Einsatz kommen können, sind Kernspintomografie, Positronen-Emissions-Tomografie oder eine Magenspiegelung.

Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

In Deutschland erkranken jährlich rund 15.000 Menschen an Bauspeicheldrüsenkrebs. Meistens erkranken die Betroffenen im höheren Lebensalter. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine äußerst bösartige Krebserkrankung, die häufig erst im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf entdeckt wird und deshalb oft tödlich endet. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist für etwa 6 % aller Krebstodesfälle verantwortlich. Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht anfänglich keine oder nur leichte Beschwerden. Gelegentlich treten Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust sowie Verdauungsstörungen auf. Die typischen Anzeichen von Bauchspeicheldrüsenkrebs wie Gelbsucht oder Schmerzen im Oberbauch treten meistens erst bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf auf. Oftmals haben sich zu diesem Zeitpunkt bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) entwickelt.

Die Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse liegt unterhalb des Zwerchfells im hinteren Teil der Bauchhöhle, quer hinter dem Magen zwischen Milz und Zwölffingerdarm. Sie enthält exokrine Drüsenzellen und endokrines Gewebe. In den exokrinen Drüsenzellen werden die Verdauungssäfte hergestellt und in den Zwölffingerdarm abgesondert. Im endokrinen Gewebe produzieren Zellen Hormone wie z. B. Insulin und Glukagon, die an das Blut abgegeben werden und für die Zuckerverwertung zuständig sind. In beiden Gewebearten können sich Tumoren entwickeln, wobei das sogenannte endokrine Pankreaskarzinom sehr viel seltener entsteht als das exokrine Pankreaskarzinom.

Therapiemöglichkeiten bei Bauchspeichseldrüsenkrebs

Es stehen unterschiedliche Therapiemöglichkeiten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zur Verfügung. Bei frühzeitiger Erkennung ist ein operativer Eingriff bei Bauchspeicheldrüsenkrebs die wichtigste Therapie. Jenachdem wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist und um welche Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs es sich handelt, kann eine Chemo- oder Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Darüber hinaus gibt es noch die zielgerichtete Therapie, bei der ein Tyrosinkinasehemmer eingesetzt wird, der an den Tumorzellen gezielt Andockstellen für bestimmte Wachstumsfaktoren blockiert. Ist der Krankheitsverlauf bereits weiter fortgeschritten, wird eine Palliativtherapie angewandt, bei der ausschließlich tumorbedingte Schmerzen behandelt werden.

Die Verteilung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Männer und Frauen erkranken in der Regel etwa gleich häufig an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das Erkrankungsalter liegt bei Männern bei etwa 70 Jahren und bei Frauen bei etwa 76 Jahren. Da Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig erst spät diagnostiziert wird, hat der Krebs zu diesem Zeitpunkt häufig schon Absiedlungen in anderen Organen (Metastasen) gebildet.

Die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Zur Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann es aufgrund verschiedener Faktoren kommen. Zum einen können Erkrankungen wie z. B. Diabetes die Entstehung fördern, aber auch genetische Aspekte können eine Rolle spielen. Um Bauchspeicheldrüsenkrebs vorzubeugen, sollte man zudem den Alkohol- und Nikotinkonsum reduzieren bzw. wenn möglich ganz vermeiden. Eine gesunde Ernährung kann hilfreich sein, der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs vorzubeugen. Zum Beispiel sollte man viel Obst und Gemüse zu sich nehmen, um für eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen zu sorgen. Eine stark fett- oder fleischhaltige Ernährung hingegen kann das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, erhöhen.

Sara Hendricks

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