Bauchspeicheldrüsenkrebs: Diagnose
Die frühzeitige Diagnose ist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs lebenswichtig, denn nur ein operativer Eingriff kann ggf. zu einer Heilung führen. Deshalb sollte bei geringstem Verdacht eine ausgiebige Untersuchung durchgeführt werden. Dafür wird zunächst ein detailliertes Anamnesegespräch mit dem Patienten geführt, in dem mögliche Risikofaktoren (insbesondere Rauchen und Alkoholkonsum) abgefragt werden. Parallel dazu folgen unterschiedliche Laboruntersuchungen, anhand derer die Funktionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse durch Urin-, Stuhl- und Blutuntersuchungen überprüft wird.
Eine zuverlässige und eindeutige Diagnose kann jedoch nur durch bildgebende Verfahren gestellt werden. Solche Verfahren sind die Ultraschalluntersuchung (Sonographie), die Computertomographie (CT) und die ERCP (endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie). Bei Oberbauchschmerzen wird zunächst eine Sonographie durchgeführt, durch die die Lage und das Gangsystem der Bauchspeicheldrüse dargestellt werden können. Diese Methode ist für den Betroffenen völlig schmerz- und risikofrei. In einigen Fällen können die Ergebnisse bereits eindeutig sein. Bei der CT werden der genaue Sitz und die Größe des Tumors (Karzinoms) bestimmt. Die Methode kann bereits ein eindeutiges Ergebnis liefern. Außerdem kann auch der Nachweis eines organüberschreitenden Wachstums erbracht werden. Allerdings sind bei dieser Methode sehr kleine Tumoren, die kleiner als 1 cm sind, kaum zu entdecken.
Zur Darstellung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge wird die ERCP angewandt. Bei dieser Untersuchungsmethode wird eine Spiegelung des Magens und des Zwölffingerdarms mit einem beweglichen Endoskop durchgeführt. Hierfür wird ein Kontrastmittel in die Papille (gemeinsame Mündung von Pankreas- und Gallengang in den Zwölffingerdarm) gefüllt, damit durch Röntgenaufnahmen mögliche tumorbedingte Gangunterbrechungen und Abflussbehinderungen sichtbar gemacht werden können. Durch dieses Verfahren können auch sehr kleine Tumoren erkannt werden und es kann eine Punktion des Tumors durchgeführt werden.
Darüber hinaus stehen weitere Diagnoseverfahren wie die Kernspintomographie, die Magenspiegelung (Gastroskopie) und die Gewebspunktion (Biopsie) zur Verfügung.
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